September 2017 | Laufpause

Die Probleme hatten sich angekündigt, nur habe ich sie nicht ernst (genug) genommen. Nach meinem letzten Lauf im September musst ich wegen Schmerzen im Vorfuß wieder für eine Woche pausieren. Nix Neues, dachte ich, das schleppe ich ja schon seit Januar 2016 mit mir herum. Ab einem gewissen Pensum meldet sich mein Fuß und bremst mich aus. Nach der Umstellung auf das Laufen mit Minimalschuhen wurde diese Grenze noch deutlich schneller erreicht, was aber auch daran lag, dass sich meine Füße erst an die neue Beanspruchung ohne Polster und Fußbett gewöhnen mussten. Ich hatte gehofft, dass die Umstellungsphase nach 3 Monaten vorbei ist und ich langsam mein Pensum wieder steigern kann.

Wie ich jetzt weiss, konnte das gar nicht gut gehen. Aber der Reihe nach: An einem schönen Sonntagmorgen, am 03. September lief ich wieder eine 10km-Runde. Das letzte Training war vor 10 Tagen, genug Zeit für meinen Fuß, sich zu erholen (dachte ich). Nach den ersten Kilometern fingen die Schmerzen im linken Vorfuß wieder an und wurden schlimmer. Bei Kilometer 5 dachte ich ans Aufhören, aber da war ich am weitesten vom Startpunkt weg. Also Zähne zusammenbeißen und die andere Hälfte auch noch durchhalten. Da ich es möglichst schnell hinter mich bringen wollte war ich auch nicht langsamer als sonst ;).

Nach dem Duschen habe ich den Rest des Tages mit hochgelegten Fuß und Kaltkompressen verbracht. Trotzdem schwoll der Fuß im Zehenbereich an und ist es auch heute noch. Zum Wochenbeginn habe ich dann einen Termin beim Osteopathen vereinbart. Zum Hausarzt wollte ich damit nicht erst gehen. Es muss doch auch ohne Chemie in den Griff zu bekommen sein.
2 Tage später hatte ich meinen 30-Minuten-Termin bei der Osteopathie. Die Behandlung war leider kontraproduktiv, mir wurde nach der sehr schmerzhaften Behandlung dann doch empfohlen den Fuß röntgen zu lassen. Humpelnd verließ ich das sogenannte Gesundheitszentrum.

Zwei Tage später wurde geröntgt. Wie auch schon beim letzten Mal im Frühjahr 2016 war auf den ersten Blick nichts zu erkennen. Erst als ich dem Doc die Vorgeschichte erzählt hatte und er sich daraufhin alles nochmals in starker Vergrößerung am Monitor angeschaut hatte bekam ich meine Überweisung für ein MRT wegen Verdacht eines Ermüdungsbruches. Bis auf weiteres muss ich nun das Gegenteil von einem Barfußschuh, eine „pneumatische Unterschenkel-Fuß-Orthese zur Immobilisierung“ tragen. Plus ein paar Unterarmstützen, die aber quasi arbeitslos sind, weil man in diesem Robocop-Stiefel sogar gehen soll.

Einen zeitnahen MRT-Termin als Nicht-Privatkassenpatient zu bekommen ist in Deutschland ziemlich aussichtslos. 40-60 Tage Wartezeit wurde mir eingeräumt, ich war begeistert.
Aber ich hatte Glück: In einer Radiologie außerhalb Duisburgs konnte ich mich ohne Termin auf einer Warteliste eintragen lassen und tatsächlich bekam ich ein paar Tage später einen Rückruf und einen Termin, weil jemand abgesagt hatte. Das ich mich mal überschwänglich für einen Arzttermin bedanken würde hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

So, um es abzukürzen: Die Auswertung des MRT ergab zwei Ermüdungsbrüche an den Zehen, die aber nicht erst seit kurzem bestehen sondern schon länger zurückliegen. Ich vermute mal den Winter 2015/2016, denn seitdem war nichts Besonderes mehr vorgefallen. Irgendwie ist es damals wohl von allein fast, aber eben nicht ganz verheilt.

Wie geht es jetzt weiter?  Muss ich den Laufsport nach 15Tsd. zurückgelegten Kilometern wirklich an den Nagel hängen?

Der kurzfristige Plan ist eine Trainingspause (ach was!) und weiter wie Robocop herumstiefeln. Mitte Oktober wird ein weiteres Röntgenbild angefertigt und dann werden wir weiter sehen.

Meine sportlichen Aktivitäten beschränken sich momentan auf Situps, Kniebeugen und verkürzte Liegestütze (die Anfängervariante mit Knieabstützung).

Und hier noch mein Reminder: eine Youtube-Playlist für Fuß-Reha.

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