Test: Oberarmtaschen, Sportholster, Laufgürtel…

Irgendwo muss das Smartphone und der Schlüsselbund ja hin während der Trainings. Es gibt unzählige Produkte für diesen Einsatz, ein paar davon habe ich in den vergangenen Jahren getestet. Hier meine persönlichen Erfahrungen:

  1. Oberarmtasche für Smartphone: Das Handy / Smartphone am Oberarm zu tragen, möglichst noch mit Klarsichtfolie für den Blick auf’s Display während des Lauf’s klingt theoretisch gut… hat sich in der Praxis aber nicht bewährt. Zum einen ist es ein elendiges Gefummel bis das Phone in der Tasche verstaut ist und dann ist Bedienung durch die dicke Folie meist nur eingeschränkt möglich. Erschwerdend kommt noch hinzu, dass beim Blick von oben die Anzeige auf dem Kopf steht. Ein Schlüsselbund muss auch woanders Platz finden. Das Audiofeedback genügt mir eigentlich, so dass ich die Oberarmtaschen nicht mehr nutze.
  2. Jacken mit integrierter Zubehörtasche: Da habe ich zwei Exemplare, praktikabel ist für mich nur die enganliegende Softshell-Jacke mit der Tasche am Oberarm. Dort sitzt das Smartphone stramm und sicher, größer als 4,5 Zoll sollte das Display aber nicht sein. Sobald es wärmer als 10°C wird ist mir die Jacke zu warm. Ein weiterer Nachteil: Der Schlüssel muss woanders untergebracht werden.
    Die andere Jacke ist ein Windblocker mit Tasche auf der Brust. Da haben zwar auch große Smartphones bequem Platz, doch das dünne Material der luftigen Jacke würfelt den Inhalt der Tasche mit jedem Schritt durcheinander, das nervt…
  3. Sportholster: Jahrelang mein Favorit und hier habe ich auch in einem Langzeittest ausführlich berichtet. Nicht nur das Phone und der Schlüssel findet da Platz… Der Tragekomfort und die Verarbeitung ist sehr gut.
    Einziger Nachteil: Es muss oft gewaschen werden da es stramm unter den Achseln sitzt und dort schwitzt man nun mal so das es schnell müffelt… Herstellerlink
  4. Laufgürtel: Auf der Suche nach einer Alternative, die man nicht so oft waschen muss bin ich aktuell bei den Laufgürteln gelandet. Hier muss ich etwas ausführlicher werden, denn auch da muss man unterscheiden:
    – Es gibt die Taschen mit Reißverschluss auf einem verstellbaren Gurt mit Schnappverschluss. Die haben den großen Nachteil, dass man die Länge ständig je nach Kleidung anpassen muss damit es nicht rutscht oder zu eng ist.
    – Wesentlich sympatischer sind mir da die elastischen Laufgürtel aus Lycra, dem Badeanzugsstoff. Man steigt einfach von oben rein und auf der Hüfte ist er dann gespannt, so dass er auch gefüllt mit Smartphone, Schlüsselbund usw. nicht verrutscht.
    Ich habe mich für den Formbelt von Variosports entschieden. Nicht, weil sie damit werben, den wohl besten Lauf- und Fitnessgürtel der Welt entwickelt zu haben (solche Sprüche wecken eher mein Misstrauen), sondern weil der Hersteller aus Deutschland (Köln) ist. Also konnte ich auf eine schnelle Lieferung und im Falle einer Reklamation auf weniger Probleme hoffen. Auch die Website ist sehr informativ, nur das Amazon-Gutschein-Banner auf jeder(!!!) Unterseite nervt.
    Was sind meiner Meinung nach die Vorteile gegenüber den Mitbewerbern?
    – Die 4 Öffnungen liegen innen, aber nicht mittig sondern ziemlich weit oben. So kommt man auch während des Trainings ohne Verrenkungen an den Inhalt.
    – Der Schlüssel wird mit einem zusätzlichen Karabinerhaken aus Plastik am Gummiband gesichert.
    – Da der Laufgürtel atmungsaktiv und sehr elastisch (dehnbar bis 130% lt. Entwickler) ist kann er nicht wasserdicht sein. Aber es wird der Lieferung ein Zip-Beutel für das wasserdichte Verstauen des Smartphones beigelegt. Brauch ich zwar nicht, da mein MotoG spritzwassergeschützt ist, aber es ist eine ebenso simple wie wirksame Idee.

Inzwischen habe ich den Laufgürtel auf langen und kurzen Distanzen sowie bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen getestet und bin sehr zufrieden. Er trägt nicht auf und stört auch sonst nicht, der Inhalt ist fest und sicher verstaut. Er rutscht auch nach 15 km über Stock und Stein nicht von der Hüfte und ich kann während des Trainings schnell mal die Lautstärke der Musik ändern. Der Schlüssel klappert nicht (das Problem habe ich leider beim Sportholster).

Natürlich mache ich auch hier den Langzeittest und werde in 1-2 Jahren berichten. Der Hersteller verspricht, dass die Elastizität über 100.000 Dehnungen  erhalten bleibt, das sollte also locker für mehrere Jahre ausreichen…

Nachtrag: Einen Bericht zur Luxusversion des Laufgürtels Formbelt Plus gibt es hier.

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