Pulsmessung: Beurer PM100

Mit Pulsmessung hatte ich es ja noch nie so. Der Brustgurt hat mich immer abgeschreckt, so dass ich nach alternativen Pulsmessmethoden  gesucht habe.

Anfangs hatte ich eine einfache Armbanduhr mit Daumensensor (20 Euro). Der Puls wurde über einen Sensor an der Uhr gemessen, dafür musste man für ein paar Sekunden den Daumen auf diesen Sensor drücken. Das funktionierte zwar, ist aber während des Laufens unpraktisch.

Interessant fand ich das Konzept von der Beurer PM100. Da wird ein der Puls an der Zeigefingerkuppe abgegriffen, man hat also eine permante Pulsazeige. Nur der Preis von 160 Euro schreckte mich ab, so dringend benötige ich wie gesagt die Pulskontrolle nicht.

Als dann mein Coach in Gestalt meiner Frau bei Kaufland das Teil inklusive LED-Stirnlampe für 15 Euro gesichtet und natürlich gekauft hatte, konnte ich es gar nicht erwarten, das Gerät zu testen.

beurer_pm100

Hier erstmal die offizielle Beschreibung

Beurer PM 100 – Pulsuhr

High-End: Laufvergnügen ohne Brustgurt. Die Innovation schlechthin: Pulsmessung ohne Brustgurt! Das ergonomische Design des Handschuhs mit arretierter Pulsuhr ist die Messtechnik der Zukunft (Plethysmographie):
Ein Lichtsensor leuchtet auf die Fingerarterie und reflektiert den Blutstrom.
Besonders geeignet zum Lauftraining, ist der Handschuh so konzipiert, dass er sich wie eine zweite Haut anschmiegt. Die Messwerte lassen sich durch den perfekten Blickwinkel leicht ablesenund auch die Funktionstasten lassen sich während der Laufbewegung optimal bedienen.

  • Permanente Pulsmessung mit optischem Fingersensor
  • Misst durch den Blutstrom unterschiedlich stark reflektiertes Licht
  • Individueller Trainingsbereich einstellbar mit Alarm und Time in zone-Funktion
  • Aktuelle Herzfrequenz als Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz
  • Kalorienverbrauch (Kcal)
  • Erholungstest
  • Uhrzeit
  • Stoppuhr
  • 8 Rundenzeiten
  • Ergonomische Passform in Universalgröße
  • XL-Handschuh optional erhältlich
  • Einfach abnehmbare Pulsuhr ermöglicht das problemlose Waschen des Handschuhes bei 30 Grad
  • Atmungsaktives Material sorgt für spürbaren Tragekomfort
  • Als Zubehör erhältlich: der Winterhandschuh
  • Die Arretierung der Pulsuhr ist patentiert
  • Special Effect: Pures Laufvergnügen wie noch nie – ohne Brustgurt

 

Anfangs habe ich sie bei jedem Lauf umgeschnallt, sie sieht schon spacig aus, ist gut verarbeitet, kommt im praktischen Aufbewahrungscase daher und macht insgesamt einen wertigen Eindruck.

Der Sitz an der Hand ist okay und stört beim Laufen nicht, die bedienelemente sind während des Laufens gut erreichbar, die Anzeige gut ablesbar, für das Ablesen im Dunkeln gibt es eine Displaybeleuchtung. Die Batterien musste ich bisher (1 Monat) noch nicht wechseln, ich benutze Knopfzellenakkus.

Die Pulsanzeige schien anfangs korrekt zu funktionieren, aber schon beim 2. Benutzen fiel mir auf, dass der Puls sprunghaft von 100 auf 160 sprang. Ich dachte, sicher ist der Sensor noch nicht optimal am Zeigfinger positioniert oder zu locker… Aber auch bei weiteren Tests ließen sich diese Ungenauigkeiten nicht abstellen. Im Gegenteil, es kamen neue Fehlfunktionen hinzu: Plötzlich schaltete sich die Pulsmessung immer von allein nach ein paar Minuten ab. Ein anderes Mal sprang der Puls auf 220 und blieb dann in dem Bereich, egal ob ich ging oder bergauf lief.
Seitdem liegt der Pulsmesser unbenutzt in der Schublade.

In diversen Internetforen las ich dann auch, dass andere Nutzer ähnliche Probleme haben.

Ich bin nur froh, dass ich die Beurer nicht zum Normalpreis gekauft habe, ein Pulsmesser zu dem Preis muss funktionieren! Da Beurer aber als Markenfirma bekannt ist und ich mir nicht vorstellen kann, dass die ein Produkt verkaufen, dass in seiner Hauptfunktion versagt, werde ich der PM 100 noch eine Chance geben und einem weiteren Test unterziehen. Ich werde hier im Blog berichten.

Inzwischen gibt es den Nachfolger PM110, der aber abgesehen vom noch atmungsaktiveren Material die gleichen Funktionen und die gleiche Messtechnik bietet.