Sept. ’18: 20 TE Cross-Skating

Ja, er hat mich gepackt, der Cross-Skating-Virus. Ca. 13 Stunden war ich im vergangenen Monat auf meinen Cross-Skates unterwegs (die blauen Kreise in der Endomondo-Grafik unten)
Wegen Shietwetter bin ich am 1. nur geradelt und habe am 4. September von vornherein ein Lauftraining eingebaut.

Auf dem Ikea-Parkplatz wurde ich nicht mehr gesehen und auf den neuen Strecken im LaPaDu und an der Ruhr entlang wurde das Training wegen der unterschiedlichen Untergründe und Streckenverläufe nie langweilig. Dabei gab es anfangs leider einige Rückschläge in Form von zwei Stürzen:
– Beim Bergabfahren auf Asphalt war ich für meinen Trainingsstand einfach zu schnell, kam ins Straucheln und habe dann ziemlich heftig auf (oder mit?) dem Allerwertesten abgebremst. Ausgerechnet an diesem Tag hatte ich leichtsinnigerweise die Protektorenhose nicht angezogen, so dass neben dem Schreck auch ein paar blaue Flecken die Quittung waren.
– Und der nächste Sturz wäre ohne Helm übel ausgegangen: Ich hatte vor eine Kopfsteinpflasterstraße zu überqueren und damit ich nicht steckenbleibe mit Doppelstockschub richtig Schwung geholt. Leider war die Bordsteinkante auf der anderen Seite höher als gedacht. So bin ich davorgeknallt, über das Vorderrad „abgerollt“ und mit dem Kopf bzw. Helmvisier direkt auf den Gehsteig gelandet. Ohne Helm wäre es direkt meine Stirn gewesen. Welche Kräfte da am Werk sind erkennt man daran, dass der Hartschaum des Helms an dieser Stelle gerissen ist.

Helm-Riss
Besser ein Riss in der Helm-Knautschzone als im Kopp

Nun hat mich das zwar nicht abgeschreckt, aber doch überzeugt lieber einen Anfängerkurs zu besuchen. Zum Glück war ein paar Tage später ganz in der Nähe noch ein Platz beim Kurs vom Rolldichfit e.V. frei.
Die Teilnahme habe ich nicht bereut und die drei intensiven und lehrreichen Stunden sind wie im Flug vergangen und haben mich richtig weitergebracht. Sehr hilfreich ist auch die Community vom Cross-Skating Forum. Nachdem ich mich dort brav vorgestellt hatte bekam ich gleich ein Angebot zum gemeinsamen Skaten mit einem Gleichgesinnten aus der Umgebung. Ich denke, nächsten Monat bin ich dann soweit, eine längere Strecke in der Öffentlichkeit und in Begleitung zurückzulegen.

Das Lauftraining ruht bis auf weiteres, denn der neue Sport lastet mich momentan voll aus. Da ich nicht direkt von der Haustür aus starten kann ist auch noch ein wenig Radsport dabei. Der für mich angenehmste Vorteil beim Cross-Skaten ist, dass man auch wieder den Oberkörper mit einbezieht und trotzdem eine sehr kurze Erholungsphase hat. Beim Laufen habe ich fast immer einen Tag zwischen den Trainings für die Erholung benötigt, jetzt ist tägliches Training gar kein Problem. Meine zurückgelegten Strecken werden nun auch immer größer, weil zum einen meine Technik langsam besser wird und damit auch der Spaß, die Geschwindigkeit und die Ausdauer steigt.