Trainings im Februar 2019

Die Distanzen werden langsam größer: 10 Trainings von durchschnittlich 16km Länge waren es im Februar 2019. Mein Ziel häufiger zu trainieren habe ich damit nicht erreicht, was meiner Erkältung und dem Schnee in der ersten Woche geschuldet ist.
Auch mit der Hardware hatte ich diesen Monat ein wenig Pech. Ein „Einfädler“ am Gullideckel sorgte dafür, dass ich eine Spitze verlor. Das passiert, wenn man unkonzentriert fährt bzw. abgelenkt ist. Eine Ersatzspitze hatte ich bei, kein Problem. Aber wahrscheinlich hat bei dieser Gelegenheit auch der Stock einen Knacks wegbekommen, denn zum Ende des gleichen Trainings brach mir der Stock komplett durch. Diese Empfindlichkeit ist der Nachteil von 100%-igen Carbonstöcken. Mein erstes Stockpaar dagegen besteht aus nur 50% Carbon, das ist unempfindlicher, biegt sich unter Belastung aber schon bedenklich durch.

Stockbruch

Meiner Meinung nach macht es daher keinen Sinn, über 200€ für ein Paar Stöcke auszugeben, wichtiger finde ich die passenden Handschlaufen und Spitzen. Gute Erfahrungen mit dem Preis-Leistungsverhältnis habe ich mit der russischen Firma STC gemacht, die auch einen deutschen Onlineshop mit Sitz in Bayern haben. Einzigartig finde ich die Option, beim Kauf unter verschiedenen Spitzen auswählen zu können. So kosten die Stöcke in 175cm Länge aus 100% Carbon mit gedämpften Spitzen inkl. Versand unter 80€. Die Standard-Handschlaufen habe ich natürlich wieder durch meine schon vorhandenen Leki Trigger Shark-Griffe ersetzt.

Mit den gummigedämpften Spitzen bin ich eigentlich zufrieden, wenn nicht das „Anspitzen“ mit der Diamantfeile alle 100km wäre. Deshalb habe ich mir für meine zerlegbaren Reisestöcke die Luxusvariante gegönnt. Eine gefederte Ausführung aus Metall mit Wendespitze. Die Anschaffung ist mit knapp 50€ zwar teuer, aber wenn man bedenkt, dass ich vor dem Nachschärfen die Spitze viermal drehen kann und der Federmechanismus von Hand gefertigt ist erscheint mir der Preis fair. Bezugsquelle ist ausschließlich hier.

Federspitze mit Wendeplatte

Bisher konnte ich sie nur einmal testen und das 3-fache Gewicht zur normalen Spitze ist schon gewöhnungsbedürftig. Vor allem bei Seitenwind. Das Abdruckverhalten auf Asphalt dagegen ist toll, weil der Federweg 7mm beträgt. Kein Vergleich zu den gelben Elastomerspitzen.

Letzten Monat hatte ich vom Umbau der Bremsen berichtet. Prinzipiell funktionierten die SRB-Bremsen am Powerslide, jedoch war eine Feineinstellung kaum oder nur sehr aufwändig möglich. Außerdem könnte ich ohne Bremsen ja meine SRB-XRS-02 nicht mehr benutzen. Also erneut recherchiert und Lösungen gefunden, wie man die Skike-Bremsbacken aus Messing relativ einfach an die Powerslide Cross-Skates adaptieren kann. Das Problem war mal wieder die Ersatzteilbeschaffung. Im Handel erhältlich sind nur noch die Nachfolger aus Alu mit anderer Bohrung. Letztendlich habe ich es hinbekommen und die ersten 100km haben die Bremsen schon ohne Ausfall überstanden.

Weg vom Material zum Thema Training: Meinen unterentwickelten Gleichgewichtssinn muss ich unbedingt verbessern. Dieses Manko verhindert nach wie vor längere Gleitphasen auf einem Skate, die wiederum Voraussetzung für bestimmte Lauftechniken sind. Aus diesem Grund nutze ich seit ein paar Tagen indoor für Trockenübungen ein Balanceboard. Auch das ist wieder ein DIY-Projekt, bestehend aus einem Rest Schichtholzplatte aus dem Baumarkt, beklebt mit einer rutschfesten Polsterung oben. Als Rolle, auf dem das Brett balanciert wird dient ein Abwasserrohr, ebenfalls aus dem benachbarten Baumarkt. Damit ich mir das billige Laminat nicht zerkratze und den Rollwiderstand erhöhe habe ich das Rohr noch mit Filz beklebt. Ausführlichere Anleitungen findet man natürlich im Netz, z.B. hier.

Fazit: Die Ausrüstung ist wieder in Ordnung, für den März habe ich mir häufigere Trainingseinheiten outdoor und tägliche(!!!) Balanceübungen indoor vorgenommen.